Leseprobe

Königlicher Zusammenbruch
Fernsehaufnahmen im Schloss Neuschwanstein. Um die Aufnahmen wie auch die Besucher nicht zu stören wurden sie abends nach der Besuchszeit bis spät in die Nacht gemacht. In der Aufnahme-Pause geht die Bratschistin Christa Kruse mit den Worten: »Ich kann nicht mehr, ich muss mich mal fünf Minuten hinlegen« erschöpft hinter die Absperrung. Dort findet sie nur das Prunkbett Ludwigs des II. und legt sich auf das Bett. Im selben Moment kracht das Bett zusammen, das eine Bein war nur locker darunter gestellt. Schnell holt sie ihren Mann um mit ihm das Bett notdürftig wieder zusammen zu stellen.
Eingesperrt
In Kaufbeuren spielte das Orchester unter Mosche Atzmon. Zum Umkleiden gab es nur einen sehr kleinen Raum. Für die Orchesterdamen war überhaupt nichts vorgesehen. Als Atzmon kurz vor dem Konzert auf die Toilette ging, huschten zwei Orchesterdamen schnell hinterher und verschlossen die Zwischentür zur Toilette von außen. Dann kleideten sie sich in der Dirigentengarderobe um. Anschließend saß das Orchester auf der Bühne und erwartete den Dirigenten. Er kam nicht. Siedend heiß fiel den beiden Damen ein, daß er immer noch in der abgeschlossenen Toilette weilte.
Beim Wort genommen
Ein Dirigent: »Das klingt ja wie Kraut und Rüben!« Dreht sich der Geiger Martin Krauth geistesgegenwärtig um und fragt: »Wo spielt denn hier der Rüben?
Selbstbewußt
Frage eines Dirigenten, der zum erstenmal vor dem Orchester steht: »Wer ist denn bei Ihnen der Solobassist?« Antwort des Bassisten Joseph Lang aus der zweiten Reihe: »Wir sind hier alle Solobassisten.«
Unmöglich
Horst Stein trifft zufällig einen pensionierten Musiker aus dem Egerland im Gasthof »Weierich« und spricht ihn an: »Kürzlich habe ich ein sehr schönes Konzert in Genf dirigiert und Ihr Sohn war der Solist. Ich glaube, das war ein Konzert von Martinu.«
Die Antwort: »Herr Stein, niet meglich, des woar niet Martinu, mir Egerländer blousn koane Tschechen.«

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